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Evangelischer Bund

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"Ökumene des Respekts"

Eine "Ökumene des Respekts" steht auf der Agenda der Präsidentin des Evangelischen Bundes: Präsidentin und Vizepräsident des Evangelischen Bundes im Gespräch mit dem österreichischen lutherischen Bischof Prof. Dr. Michael Bünker. 

Leitsätze

Evangelisch und ökumenisch
Aus den Grundsätzen des Evangelischen Bundes
vom 22. September 1993

Evangelische Einheit:
In der Einigung des Protestantismus sehen wir eine vorrangige Aufgabe.

Wir bejahen die Vielfalt reformatorischer Kirchen, welche aus evangelischer Freiheit erwachsen sind, aber wir finden uns mit ihrem gegenwärtigen Nebeneinander nicht ab. Wir halten es für nötig, daß sich die evangelischen Kirchen auf der Basis eines gemeinsamen Verständnisses des Evangeliums gegenseitig voll anerkennen. Eine einheitliche Institution oder Union muß nicht das Ziel sein. Jedoch sollte die in der Leuenberger Konkordie 1973 vereinbarte "Zeugnis- und Dienstgemeinschaft" der evangelischen Kirchen in Europa in einer synodalen Struktur verwirklicht werden. Wir pflegen die Gemeinschaft mit den evangelischen Minderheitskirchen in Europa und treten für eine Kirchengemeinschaft mit evangelischen Freikirchen und mit der Anglikanischen Kirche ein.
Als Evangelischer Bund haben wir teil an aktuellen innerkirchlichen Auseinandersetzungen und suchen sie durch gemeinsame theologische Arbeit auf den verschiedenen Ebenen kirchlichen Lebens zu klären.
Ökumenische Einheit: Wir arbeiten für eine wachsende Gemeinschaft der Christen und Kirchen.

Wir sehen das Ziel des ökumenischen Dialogs in einer versöhnten Verschiedenheit orthodoxer, katholischer und evangelischer Kirchen, nicht in einer Verwaltungseinheit oder Welteinheitskirche. Wir unterstützen nach Kräften die ökumenische Zusammenarbeit in den Ortsgemeinden, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, die Konferenz Europäischer Kirchen und den Ökumenischen Rat der Kirchen. In der evangelisch-katholischen Ökumene bejahen wir eine Gemeinschaft mit, aber nicht unter dem Papst.
Die gegenseitige Anerkennung als Kirchen soll sich in gemeinsamen Gottesdiensten und gemeinsamem Zeugnis und Dienst in der Welt bekunden. Wir wirken Mißverständnissen, Vorurteilen und Kirchengesetzen entgegen, welche die ökumenische Gemeinschaft in Familien, Gottesdiensten und kirchlicher Arbeit in der Welt erschweren oder verhindern.
Jenseits von utopischem Enthusiasmus und lähmender Resignation treten wir für eine nüchterne und beharrliche ökumenische Arbeit ein.


Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen:

Im Januar 2010 findet die "Werkstatt am Präbichl" für den akademischen Nachwuchs statt.
Am 12. Juli 2010 vollendete der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes (KI), Pfarrer Dr. Walter Fleischmann-Bisten, sein 60. Lebensjahr. Seit 1984 amtiert der als Generalsekretär des Evangelischen Bundes in Deutschland, seit 1997 versieht er das Referat Freikirchen im KI.
Für evangelische Christen ist wichtig, dass mit Kurt Koch wieder ein Bischof in dieses vatikanische Leitungsamt gelangt, der über direkte Erfahrungen im Umgang mit evangelischen Kirchen verfügt.
Der Evangelische Kirchentag in Dresden 2011 - "Ein außerordentlicher ökumenischer Kirchentag" mit Perspektive auf ein gemeinsames Abendmahl für konfessionsverbindende Paare?
Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen feiert Geburtstag. Von der EKD wurde sie "gleichsam adoptiert", schreibt ihr Leiter zum 50sten. Mit dem KI verbindet sie eine enge Partnerschaft.
Wenn ein Mensch in die katholische Kirche eintritt, dann wird er Teil der einen katholischen Weltkirche. Tritt hingegen ein Mensch in eine evangelische Kirche ein, dann tritt er in eine bestimmte Landeskirche ein, und zwar in die Kirche, auf deren Territorium er wohnt. Jede Landeskirche hat dabei ihr eigenes Profil.