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Gottfried Maron gestorben

Am 27. Januar 2010 verstarb in Nürnberg im Alter von 81 Jahren der Kirchenhistoriker und Konfessionskundler Professor Gottfried Maron. 18 Jahre lang, von 1979 bis 1997, stand er als Präsident an der Spitze des Evangelischen Bundes, dessen theologische Arbeit und ökumenische Zielsetzung er maßgeblich geprägt hat.

Gottfried Maron wurde am 5. März 1928 in Osterwieck am Harz geboren und promovierte nach dem Theologiestudium in Göttingen bei Ernst Wolf. Von 1956 bis 1964 wirkte er als Catholica-Referent am Konfessionskundlichen Institut im südhessischen Bensheim. In dieser Zeit nahm er im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland als Presseberichterstatter am Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom teil. Als Assistent des Lutherforschers Walther von Loewenich habilitierte er sich 1968 an der Universität Erlangen-Nürnberg für das Fachgebiet „Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Konfessionskunde“. Im gleichen Jahr wurde er in das Präsidium des Evangelischen Bundes berufen.

Von 1973 bis 1976 lehrte Gottfried Maron als Ordinarius für Neuere Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule in Berlin und anschließend bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993 an der Theologischen Fakultät der Universität Kiel. 1979 wurde er zum Präsidenten des Evangelischen Bundes gewählt. Er forderte „angesichts der geschichtlichen und ökumenischen Tatsache, dass es zwar nur eine Kirche Christi, aber mehrere Konfessionen gibt“, eine „sachlich umfassende, wissenschaftliche, phänomenologische und theologische Beschäftigung mit dem Problem der Vielheit christlicher Ausprägungen in der Welt“. Weil in der Kirche wie in der Ökumene „nicht genug Theologie getrieben werden könnte“  wünschte er sich den Evangelischen Bund als ein „theologisches Arbeitswerk der EKD“: „Bei diesem Geschäft muss der schmale Pfad gefunden werden zwischen enthusiastischem Ökumenismus und verhärtetem Konfessionalismus.“ Er trug somit entscheidend dazu bei, dass der Evangelische Bund beim seinem 100jährigen Bestehen mit ökumenischen Leitsätzen unter dem Motto „Evangelisch und Ökumenisch“ ein neues Leitbild formulieren konnte.

 

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Präsidentin und Vizepräsident

Präsidentin Gury Schneider-Ludorff und Vizepräsident Sigurd Rink 

Der Evangelische Bund wird durch den Zentralvorstand geleitet. Diesem gehören die Vorsitzenden der Landesverbände, der Geschäftsführende Vorstand und ein Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland an.

Der Geschäftsführende Vorstand besteht aus

Der Wissenschaftliche Beirat des Konfessionskundlichen Instituts, bestehend aus acht Professorinnen und Professoren, berät auch den Evangelischen Bund in Fragen seiner Tagungen, Publikationen und Arbeitsschwerpunkte.

Dem Konfessionskundlichen Institut Bensheim steht ein Kuratorium vor. Vorsitzender ist Landesbischof Dr. Friedrich Weber.

Die Stiftung Bekennen und Versöhnen des Evangelischen Bundes wird durch einen eigenen Stiftungsrat geleitet.

Ehemalige Präsidenten sind Professor Dr. Gottfried Maron (05.03.1928 - 27.01.2010) und Professor Dr. Hans-Martin Barth (*1939).

 


Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen:

Im Januar 2010 findet die "Werkstatt am Präbichl" für den akademischen Nachwuchs statt.
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Wenn ein Mensch in die katholische Kirche eintritt, dann wird er Teil der einen katholischen Weltkirche. Tritt hingegen ein Mensch in eine evangelische Kirche ein, dann tritt er in eine bestimmte Landeskirche ein, und zwar in die Kirche, auf deren Territorium er wohnt. Jede Landeskirche hat dabei ihr eigenes Profil.