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2003 ÖKT Berlin

Fernsehaufnahmen am Stand des Konfessionskundlichen Instituts anläßlich des Ersten Ökumenischen Kirchentags in Berlin 2003. 


Nach dem großen Erfolg des ersten Ökumenischen Kirchentages in Berlin plädiert das Kollegium des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim dafür, Evangelische Kirchentage und Katholikentage nach einer Übergangszeit künftig nur noch gemeinsam durchzuführen. Die positive Bilanz, die Vertreter der beiden veranstaltenden Kirchentagsgremien und viele kirchenleitende Persönlichkeiten nach dem Ökumenischen Kirchentag gezogen haben, legt eine solche Planung für die Zukunft nahe.

Die Unterzeichnung der „Charta Oecumenica“ durch die Vertreter der Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gibt diesem Kirchentag ein unverwechselbares Profil. In der Logik der Selbstverpflichtungen der „Charta Oecumenica“ wäre es konsequent, die Gemeinschaft sämtlicher Mitgliedskirchen der ACK bei der Vorbereitung und Durchführung – auch in den Eröffnungs- und Schlußgottesdiensten – noch deutlicher wirksam werden zu lassen. So könnte aus dem evangelisch-katholisch erwachsenen Ökumenischen Kirchentag ein gleichberechtigtes großes ökumenisches Treffen aller Kirchen in Deutschland werden.
Angesichts des unterschiedlichen Selbstverständnisses, das die Kirchen einbringen, kann es nicht hoch genug gewertet werden, daß das Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel (in der Fassung von 381) die Kirchen miteinander verbindet und ihre gemeinsame Glaubensbasis zum Ausdruck bringt. Neben der regelmäßigen Fürbitte für die Nachbargemeinden anderer Konfession sollte darum auch dieses Bekenntnis Bestandteil der Gemeindegottesdienste dieser Kirchen werden.

Eine Erweiterung der Trägerschaft des Ökumenischen Kirchentages auf alle ACK-Kirchen darf keinesfalls dazu führen, daß die Frage einer eucharistischen Gastfreundschaft zwischen evangelischer und römisch-katholischer Kirche nicht eigens weiter verfolgt wird. Der Ökumenische Kirchentag hat gezeigt, daß gründliche theologische Arbeit und beharrliche ökumenische Begegnung in den Gemeinden dem Anliegen förderlicher sind als spektakuläre Demonstrationen oder pauschale Verbote.


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... da ist auch dein Kirchentag.

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