Freiheit und Beliebigkeit - Schuld und Vergebung
Die 3. Internationale Konferenz von Theologinnen und an Theologie interessierten Frauen in Ost- und Westeuropa wird vom 6. bis 10. Juni 2012 in Kraków/Krakau stattfinden. Sie wird in Zusammenarbeit von Frauen des Evangelischen Bundes, der Frauenarbeit des Gustav-Adolf- Werkes und der Frauen der Synodalkommission und Diakonie der Polnischen Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses geplant und durchgeführt.
"Alles steht mir frei - aber nicht alles baut auf." 1. Kor 10,23
Freiheit und Beliebigkeit - Schuld und Vergebung
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Rosemarie Barth
06421.81908
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Der Beitrag des Protestantismus zur Überwindung struktureller Gewalt
Vom 9. bis 13. September 2009 fand in Mikolajki die zweite Internationale Theologinnenkonferenz des Evangelischen Bundes und des Gustav-Adolf-Werkes statt
Schlussdokument
Der Beitrag des Protestantismus zur Überwindung struktureller Gewalt [
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Verweigerung von Frauenordination ist strukturelle Gewalt
Internationale Theologinnen-Konferenz in Mikolajki/Polen endet mit Resolution
Die Verweigerung der Frauenordination in den lutherischen Kirchen Polens und Lettlands ist auch eine Form struktureller Gewalt. Zu diesem Schluss kommt die Zweite Internationale Theologinnenkonferenz des Evangelischen Bundes und des Gustav-Adolf-Werkes, die Anfang der Woche im polnischen Mikolajki zu Ende ging. Die Konferenz ist Teil der Dekade zur Überwindung von Gewalt des Ökumenischen Rates der Kirchen 2001 bis 2010.
Speziell die Situation der voll ausgebildeten Theologinnen der Evangelisch-Augsburgischen (lutherischen) Kirche in Polen und die Rücknahme der Frauenordination in Lettland beschäftigte die Konferenz. In beiden Kirchen werden Frauen mit abgeschlossenem Theologiestudium von bestimmten pfarramtlichen Aufgaben ausgeschlossen, insbesondere von der Gemeindeleitung und der Verwaltung des Altarsakraments. Für die übrigen Aufgaben werden sie schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen und haben somit auch eine wesentlich geringere soziale Absicherung. Während die polnische lutherische Kirche noch nie ordinierte, wurde die in Lettland 1975 eingeführte Frauenordination 1992 wieder ausgesetzt.
Dieser Diskriminierung lägen, so das Schlussdokument der Konferenz, implizite gesellschaftliche Normen zugrunde, die letztlich in struktureller Benachteiligung mündeten. Die polnische Soziologin Danuta Doech sprach deshalb auch von „gepudertem Patriarchat“. Auch in den betroffenen Ländern selbst werden Ausprägungen struktureller Gewalt in verschiedensten gesellschaftlichen Zusammenhängen erkannt, so die Vertreterin der Regierungsbeauftragten für Gleichstellungsfragen in Polen, Donata Pawlik. Speziell die polnische Diakonie arbeitet eng mit staatlichen Stellen zusammen.
Die ehemalige nordelbische Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter unterschied deutlich legitime Macht in der Kirche von unterdrückenden Strukturen. Dies sei zum Schaden der Kirchen: „Auch die Kirchen halten an alten unterdrückenden Sturkturen fest und schließen damit wichtige Gaben zur Auferbauung des Leibes Christi – der Kirche – aus.“
In einer Resolution fordern die rund dreißig Teilnehmenden aus Deutschland, Polen, Lettland, Russland und Brasilien die Kirchenleitungen auf, sich dringend gebotenen Strukturveränderungen nicht länger zu verschließen, zu ihrem eigenen Besten: „Den Kirchen fehlt eine entscheidende Dimension der Wirklichkeitswahrnehmung, solange sie Frauen von bestimmten Ämtern ausschließen.“
Nach einer Konsultation in Sorkwity 2007 fand damit zum zweiten Mal eine Theologinnentagung in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bund und dem Gustav-Adolf-Werk statt. Partner vor Ort waren die synodale Frauenkommission und die Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Rosemarie Barth / Alexander Gemeinhardt
Pressemitteilung des Gustav-Adolf-Werkes zur Tagung [
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