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Healing of Memories

Europa am Scheideweg
Konferenz zur Bedeutung des Christentums für ein vereintes Europa

Website: Healing of Memories in Rumänien

„Die Kirchen Europas haben die Aufgabe, zur  Versöhnung beizutragen“, so fasst Dieter Brandes die Aufgaben der von ihm geleiteten Stiftung „Reconciliation in South-East Europe“ (RSEE) zusammen: „Europa steht am Scheideweg – und wir begleiten die Kirchen Europas auf einem Gang durch ihre eigene Geschichte.“ Das vom württembergischen Pfarrer Brandes initiierte Projekt „Healing of Memories“ steht dabei für eine verlässliche Form der wechselseitigen Wahrnehmung der Kirchen in Rumänien.

Zum Abschluss einer Konferenz der RSEE vom 17. bis 18. Oktober 2008 in Oradea / Rumänien mahnte Brandes deshalb nachhaltiges Engagement an. Die jungen EU-Mitgliedsstaaten in Südosteuropa brächten ein ganz anderes religiöses und politisches Erbe in diese Gemeinschaft ein. Gerade Rumänien, auf der Grenze zwischen west- und osteuropäischer Kultur könne zu einem Brückenland werden, „zu einem Bild für Toleranz und gegenseitige Akzeptanz der Kulturen, Religionen und Völker in einem vereinten Europa“. Die ungarisch-rumänische Grenzregion um Oradea, so Brandes, sei reif für die Entwicklung zu einer „Euregio“. In diesem Prozess könnten die Kirchen die Entwicklung der europäischen Wertegemeinschaft nachhaltig beeinflussen.

László Tökés, Bischof der reformierten Diözese Oradea und Mitglied des Europäischen Parlamentes in der Fraktion der „Grünen“ beklagte die mangelnde Besinnung auf die gemeinsamen christlichen Wurzeln Europas, die in dem Verzicht auf einen Gottesbezug in der Europäischen Verfassung zum Ausdruck käme: „Das Christentum ist für uns das Herz unserer Identität, ohne dessen ethischen Impuls ein europäisches Wertesystem kraftlos wird.“ Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Ungarn Zoltán Bóna resümierte: „Wir werden erst dann ein christliches Europa haben, wenn wir christliche Europäer haben.“

Helaing of Memories in Bosnien [hier]

Europa am Scheideweg
Konferenz zur Bedeutung des Christentums für ein vereintes Europa
KI-Pressemitteilung 2008-15 vom 20.10.2008 [pdf]

Stiftung für Versöhnungsprojekte in Südosteuropa
KI-Pressemitteilung 2008-04 vom 15.04.2008 [pdf

Healing of Memories ist ein Projekt der Konfernez Europäischer Kirchen (KEK), unterstützt u.a. vom Konfessionskundlichen Institut Bensheim.

Projektleiter und Direktor der Stiftung ist Pfarrer Dieter Brandes. Das Konfessionskundlichen Institut Bensheim begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Website: Healing of Memories in Rumänien

Kontakt: dieter.brandes[at]ki-eb.de


Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen:

HoM Jugendbegegnung

Die Stiftung „Reconciliation in South East Europe“ (Rumänien) wird im Herbst 2010 eine interreligiöse Jugendbegegnung zum Thema „Das jüdische Erbe in der heutigen Bukowina“ veranstalten. [mehr]

Ungeduldig und anscheinend zunehmend frustriert legen Theologen, die sich der ökumenischen Aussöhnung zwischen den Konfessionen verschrieben haben, in diesen Tagen Bilanzen ihres Wirkens, Zwischenrufe zur gegenwärtigen Lage oder ganz persönliche Bekenntnisse ihres eigenen Glaubens ab.
Im Januar 2010 findet die "Werkstatt am Präbichl" für den akademischen Nachwuchs statt.
Christoph Schlingensief, Schöpfer der "Church of Fear - Kirche der Angst", starb am 21. August in Berlin.
Die Versöhnung zwischen Lutheranern und Mennoniten war unbestritten der Höhepunkt der am 27. Juli in Stuttgart zu Ende gegangenen 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB).
Am 12. Juli 2010 vollendete der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes (KI), Pfarrer Dr. Walter Fleischmann-Bisten, sein 60. Lebensjahr. Seit 1984 amtiert der als Generalsekretär des Evangelischen Bundes in Deutschland, seit 1997 versieht er das Referat Freikirchen im KI.
Aus Reformiertem Weltbund und Reformiertem Ökumenischen Rat wurde die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen.