Springen Sie direkt: zum Hauptmenü |  zum Untermenü |  zum Inhalt |  zum Servicemenü |  zu Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen

Navigation


Reinhard Frieling 1982 - 1999

Bild: KI/Gemeinhardt 

Professor Dr. Reinhard Frieling (geb. 1936) leitete das Institut von 1981 bis zu seiner Pensionierung 1999.

„Gemeinschaft mit, nicht unter dem Papst“

1. Unter dem Evangelium vereint
Kirchengemeinschaft mit dem Papst ist möglich, wenn ein gemeinsames Verständnis des Evangeliums artikuliert ist und wenn der Papst von den nicht-römisch-katholischen Christen keine Anerkennung des Jurisdiktionsprimats und des Unfehlbarkeitsdogmas fordert.
2. In konziliarer Gemeinschaft
Eine konziliare Gemeinschaft der Konfessionen ist eine biblisch angemessene und realistische Möglichkeit, die Gemeinschaft mit dem Papst und die Einheit der universalen Kirche darzustellen.
3. Mit dem römischen Bischof als Promotor der Einheit
Der Papst kann als Oberhaupt der größten christlichen Kirche Initiativen für die Gesamtkirche ergreifen und in außergewöhnlichen Situationen in Absprache mit den anderen im Namen der ganzen Christenheit sprechen.
(Reinhard Frieling, Gemeinschaft mit, nicht unter dem Papst. Vor dem Papstbesuch in Deutschland, in: epd-Dok. Nr. 26a/96 vom 17. Juni 1996.)

 

15.06.2011: Reinhard Frieling wird 75

Bensheim (epd). Der frühere Leiter des Konfessionskundlichen Instituts der evangelischen Kirche und Direktor des Evangelischen Bundes, Reinhard Frieling, wird am Mittwoch, 15. Juni, 75 Jahre alt. Der gebürtige Dortmunder gilt als einer der bedeutendsten Ökumene-Experten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als Vorsitzender der Studienkommission der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) "Kirchen im Dialog" war er einer der maßgeblichen Autoren der im Jahr 2001 verabschiedeten europäischen Ökumene-Charta.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung würdigte Frieling als "Hauptinitiator" der Charta Oecumenica. Er habe immer wieder dafür geworben, "dass eine Gemeinschaft mit, aber nicht unter dem Papst für Evangelische denkbar ist". Trotz sicher auch ernüchternder Erfahrungen habe der Jubilar seinen "ökumenischen Optimismus" niemals verloren. 

Reinhard Frieling studierte Theologie in Marburg, Münster und Bossey/Schweiz. Nach mehreren Jahren als Berufsschulpfarrer in Dortmund und Lünen ging er 1967 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Konfessionskundliche Institut. Im gleichen Jahr wurde er in Münster mit einer Arbeit über "Die Bewegung für Glaube und Kirchenverfassung" promoviert. Seit 1977 ist er Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, 1981 wurde er Leiter des Bensheimer Instituts und Direktor des Evangelischen Bundes.

Frieling war von 1983 bis 2002 Mitglied der EKD-Synode. Als Delegierter der EKD nahm er an allen Vollversammlungen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) von Uppsala 1968 bis Porto Alegre 2006  sowie an allen Vollversammlungen der KEK teil. Von 1993 bis 1998 gehörte er der Gemeinsamen Arbeitsgruppe von Weltkirchenrat und römisch-katholischer Kirche an. Der Honorarprofessor in Marburg veröffentlichte zahlreiche Bücher zu ökumenischen und konfessionskundlichen Themen.

Der Evangelische Bund ist ein 1886 in Erfurt gegründetes konfessionskundliches und ökumenisches Werk der EKD. Es zählt bundesweit rund 4.500 Einzelmitglieder sowie etwa 4.000 Mitgliedsgemeinden aus allen evangelischen Landeskirchen.

Bei dem Geburtstagsempfang für Frieling am 15. Juni um 11 Uhr im Konfessionskundlichen Institut in Bensheim wird die Pastorin AntjeHeider-Rottwilm den Festvortrag halten. Ihr Thema lautet: "Die Charta Oecumenica als Basis für ökumenische Netzwerke heute." Heider-Rottwilm war bis 2008 als Oberkirchenrätin bei der EKD in Hannover für Europaangelegenheiten zuständig. Seitdem baut sie das ökumenische Forum "Die Brücke" in der Hamburger HafenCity auf.

Wir danken dem epd Hessen für die freundliche Abdruckgenehmgung: www.epd-hessen.de


Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen:

„,Einheit in versöhnter Verschiedenheit‘ ist nicht Skandal der Trennung, sondern Reichtum der Vielfalt“, so der Präsident der GEKE, Thomas Wipf, in seiner Eröffnungsansprache der 49. Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises für Konfessionskunde in Europa (EAKE) in Rüdlingen (Schweiz).
"Neue Aufbrüche" in der Ökumene wurden im Vorfeld des 98. Deutschen Katholikentags prämiert - in der Jury war auch das Konfessionskundliche Institut Bensheim vertreten. Das KI präsentiert sich auf dem 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim im "Zentrum Ökumene".
Mit einem eigenen Informationsstand und an einigen Veranstaltungen ist das Konfessionskundliche Institut beim Zentrum Ökumene des Katholikentages 2012 in Mannheim beteiligt:
2013 wird das neue römisch-katholische Gesangbuch "Gotteslob" erwartet.
Reden Bibelwissenschaftler, Systematiker und Praktiker miteinander oder aneinander vorbei? Ein neues Buch der Reihe Benheimer Heft bündelt Fragen und Antworten.
500 Jahre evangelische Kirchenmusik - mit einer Studientagung in Bensheim vom 15. bis 18. März 2012 ging der Evangelische Bund in Hessen und Österreich diesem Thema nach. EInige Beiträge finden Sie in der "Evangelischen Orientierung" 1/2012.