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04. Juni 2010
 

Interreligiöse Jugendbegegnung in Rumänien und der Ukraine

Die Stiftung „Reconciliation in South East Europe“ (Rumänien) wird im Herbst 2010 eine interreligiöse Jugendbegegnung zum Thema „Das jüdische Erbe in der heutigen Bukowina“ veranstalten. Die Begegnung, an der von deutscher Seite das Konfessionskundliche Institut Bensheim beteiligt ist, wird möglich durch eine Finanzierung des EU-Programms „Jugend in Aktion“. Der Antrag für das Projekt, nimmt nach der Selektion durch „Jugend in Aktion (Rumänien)" unter den Anträgen des Programmbereiches den ersten Rang ein.

Die Begegnung in der Bukowina wird Jugendliche aus der Ukraine, Rumänien, Deutschland und Israel zusammenbringen, und bezieht dabei auch Angehörige nationaler und religiöser Minderheiten ein. Im Zentrum steht die Frage, wie in der historischen Region der Bukowina, heute auf Rumänien und die Ukraine aufgeteilt, mit dem jüdischen Erbe umgegangen wird. Die Region hatte früher eine große jüdische Minderheit, in den Städten machten die Juden bis zu 40% der Bevölkerung aus. Daneben zeichnete sich die Bukowina durch ein reiches interkulturelles Leben aus, da auch viele andere Nationalitäten hier aufeinander trafen.

Die Begegnung wird zum Teil in Rumänien (Suceava und Rădăui) und zum Teil in der Ukraine (Czernowitz) stattfinden. Die etwa 24 Jugendlichen werden zum Teil aus dieser Region kommen. Alle Teilnehmer sollen eigene Erfahrungen zum Umgang mit jüdischer Kultur und Geschichte und interkultureller Arbeit einbringen.

In dem etwa zehntägigen Projekt ist die Teilnahme an Gottesdiensten und religiösen Feiertagen (orthodox, katholisch, jüdisch) geplant, sowie Stadtbesichtigungen, Exkursionen zu Synagogen und jüdischen Friedhöfen, Gespräche mit Angehörigen der jüdischen Gemeinden, sowie die Beschäftigung mit Literatur der Region in ihrer interkulturellen Dimension. Dabei soll der persönlichen Erfahrungsaustausch und die Reflexion in Kleingruppen im Zentrum stehen. Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, wie sich das Erinnern an jüdische Geschichte heute in den Teilnehmerländern vollzieht, und wie es Teil von Jugendprogrammen sein kann. Auch wollen wir fragen, wie in dieser Region an die frühere Interkulturalität und damit verbundene Toleranz angeknüpft werden kann.

Die Ergebnisse werden abschließend mit den Teilnehmern der von „Reconciliation in South East Europe“ organisierten Konferenz "Juden und Christen in der historischen Bukowina" diskutiert. An der Konferenz werden Vertreter der Religionsgemeinschaften, aus Politik und Wissenschaft teilnehmen. Die Konferenzbeiträge – auch die der Jugendlichen – sollen im Anschluss veröffentlicht werden.

Kontakt und Information [hier] oder per Mail.

gez. Johanna Hippe (HoM)

 

 

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