Kirche-Konfession-Religion
Blickt man auf die qualitativen Merkmale der pfingstlich-charismatischen Bewegung, so fällt ihre große Fähigkeit zur Netzwerkbildung und Kooperation mit anderen Kirchen, Gemeinden, christlichen Organisationen und missionarischen Initiativen auf.
"Nzambe-Malamu" heißt eine dieser unabhängigen Pfingstkirchen aus dem globalen Süden, die überregional verflochten und transnational organisiert sind. Sie wurde im Kongo gegründet, ist im zentralen und südlichen Afrika verbreitet und als "Migrationskirche" in Amerika sowie in Europa vertreten. Die vorliegenden Forschungen, die auf allen drei Kontinenten vorgenommen wurden, ermöglichen in ihrem induktiven Verfahren Rückschlüsse auf andere Kirchen, deren Identität sich durch transnationale Interaktionen konstituiert.
Moritz Fischer
Die Einheit der Kirche gehört zu den Themen, um die sich Joseph Ratzinger, seit 2005 Papst Benedikt XVI., vom Beginn seiner akademischen Laufbahn an gesorgt hat. Der Autor zeigt Kontinuität und Entwicklungen auf und analysiert Ratzingers Sicht auf die Ekklesialität der getrennten Kirchen.
Thorsten Maaßen
Im Gespräch zwischen evangelischen und orthodoxen Kirchen spielen die Väter der Kirche eine besondere ROlle als gemeinsame Bezeugungsgröße. Evangelische Christen entdecken dabei die ökumenische Bedeutung der kirchlichen Tradition, Orthodoxe begegnen der reformatorischen Theologie.
Wolfgang A. Bienert
Auch die Freikirchen sind am Holocaust mitschuldig geworden, weil sie "lässig waren gegen die Verkehrung aller sittlichen Maßstäbe und Rechtsnormen". In diesem Band wird die Haltung einzelner Freikirchen gegenüber den Juden im NS-Staat untersucht. Das Ergebnis ist niederschmetternd. (...) Wenn sich Widerstand gegen Judenfeindschaft zeigte, kam er meist "von unten", von einzelnen Christen, die sich von ihrer eigenen Gewissensüberzeugung leiten ließen. Bei ihrem mutigen Engagement konnten diese Christen aber nicht mit dem Rückhalt ihrer Freikirchen rechnen.
Daniel Heinz (Hg.)
Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland erlebten den Nationalsozialismus in Deutschland als eine Zeit außergewöhnlicher Herausforderungen. Während die Machthaber ein Tausendjähriges Reich aufbauen wollten, warteten sie auf die baldige Wiederkunft Jesu. Nach einem kurzzeitigen Verbot im Jahr 1933 entwickelte die Kirchenleitung eine Überlebensstrategie, bei der dem Erhalt der eigenen Organisation oberste Priorität zugemessen wurde.
Johannes Hartlapp
Die Sonntagsschule begann als diakonische Arbeit in England. Vereinzelt wirkte sie nach Deutschland. Mit der Einbeziehung der internationalen Sonntagsschulbewegung als Teil der angelsächsischen Erweckungsbewegung wird eine Wurzel der Ökumenischen Bewegung ins Blickfeld gerückt, die in Deutschland bisher kaum beachtet wurde.
Karl Heinz Voigt
Welche Rolle spielen die Religionen in globalen und regionalen Konflikten? Welche Selbstwahrnehmung ist notwendig und welche Wege sind zu gehen, damit eskalierende Gewalt begrenzt und gerechter Friede gefördert werden?
Reinhard Hempelmann / Johannes Kandel (Hgg.)
Die freikirchliche Pfingstbewegung wurde von den evangelischen Kirchenleitungen und Theologischen Fakultäten lange Zeit nicht wahrgenommen oder als schwärmerische Sekte abgelehnt. Sie entwickelte sich aber "im Hinterhof der Kirchen" dynamisch und konsequent zu einer neuen evangelischen Freikirche.
Ludwig David Eisenlöffel
"Warum soll ich nicht wiederkommen?" Im Kontext der modernen Esoterik spielen Lessings Äußerungen zur Seelenwanderung eine große Rolle.
Daniel Cyranka
Christoph Raedel
Kirche-Konfession-Religion, Band 47
Göttingen 2004 (Vandenhoeck & Ruprecht),
386 Seiten
Der deutschsprachige Zweig der Bischöflichen Methodistenkirche