Springen Sie direkt: zum Hauptmenü |  zum Untermenü |  zum Inhalt |  zum Servicemenü |  zu Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen

Navigation

Adresse Stiftung

Stiftung Bekennen und Versöhnen des Evangelischen Bundes

Hausadresse:
Ernst-Ludwig-Str. 7
64625 Bensheim

Postadresse:
Postfach 1255
64602 Bensheim

Tel. 06251 / 8433-0
Fax 06251 / 8433-28
E-Mail: info@bekennen-
versoehnen.de


Gottfried Maron gestorben

Am 27. Januar 2010 verstarb in Nürnberg im Alter von 81 Jahren der Kirchenhistoriker und Konfessionskundler Professor Gottfried Maron. 18 Jahre lang, von 1979 bis 1997, stand er als Präsident an der Spitze des Evangelischen Bundes, dessen theologische Arbeit und ökumenische Zielsetzung er maßgeblich geprägt hat.

Gottfried Maron wurde am 5. März 1928 in Ilsenburg am Harz geboren und promovierte nach dem Theologiestudium in Göttingen bei Ernst Wolf. Von 1956 bis 1964 wirkte er als Catholica-Referent am Konfessionskundlichen Institut im südhessischen Bensheim. In dieser Zeit nahm er im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland als Presseberichterstatter am Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom teil. Als Assistent des Lutherforschers Walther von Loewenich habilitierte er sich 1968 an der Universität Erlangen-Nürnberg für das Fachgebiet „Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Konfessionskunde“. Im gleichen Jahr wurde er in das Präsidium des Evangelischen Bundes berufen.

Von 1973 bis 1976 lehrte Gottfried Maron als Ordinarius für Neuere Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule in Berlin und anschließend bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993 an der Theologischen Fakultät der Universität Kiel. 1979 wurde er zum Präsidenten des Evangelischen Bundes gewählt. Er forderte „angesichts der geschichtlichen und ökumenischen Tatsache, dass es zwar nur eine Kirche Christi, aber mehrere Konfessionen gibt“, eine „sachlich umfassende, wissenschaftliche, phänomenologische und theologische Beschäftigung mit dem Problem der Vielheit christlicher Ausprägungen in der Welt“. Weil in der Kirche wie in der Ökumene „nicht genug Theologie getrieben werden könnte“  wünschte er sich den Evangelischen Bund als ein „theologisches Arbeitswerk der EKD“: „Bei diesem Geschäft muss der schmale Pfad gefunden werden zwischen enthusiastischem Ökumenismus und verhärtetem Konfessionalismus.“ Er trug somit entscheidend dazu bei, dass der Evangelische Bund beim seinem 100jährigen Bestehen mit ökumenischen Leitsätzen unter dem Motto „Evangelisch und Ökumenisch“ ein neues Leitbild formulieren konnte.

 


Zusatzinformationen / Zusatzfunktionen:

Das erste Institut für "Theologische Zoologie" wurde in Münster ins Leben gerufen, gerade noch rechtzeitig zum Darwin-Jahr 2009...
Mit Matthias Ring wird am 20. März 2010 der zehnte deutsche alt-katholische Bischof geweiht - in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe.
Kirche befindet sich immer wieder neu im Aufbruch - Kommentar der Präsidentin des Evangelischen Bundes zu den Gemeindekongressen im September 2009.
Bei der hessen-nassauischen Ideenmesse "Lust auf Gemeinde" avancierte der EBHN zum begehrtesten Stand - fast jeder zweite Teilnehmer zog mit einer Tragetasche des Evangelischen Bundes von dannen.
Ist die Verweigerung der Frauenordination strukturelle Gewalt? Eine deutsch-polnische Theologinnentagung des Evangelischen Bundes und des Gustav-Adolf-Werkes kommt zu diesem Schluss.
Mit dem Anschluss an den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund sind die neueren Bestände der Bibliothek des Konfessionskundlichen Instituts online recherchierbar.